Warum Nikwax Polar Proof viele Vorteile mit sich bringt

Nikwax Polar Proof

Die Pflege meiner Outdoorbekleidung ist für mich genauso wichtig wie die Pflege meiner Kameraausrüstung. Um sie in einem guten Zustand zu halten, sollte man am besten zu empfohlenen Spezialwaschmitteln greifen und die Pflegeanleitung beachten. So kann man dafür sorgen, dass die Bekleidung länger Freude macht und optimal funktioniert – auch wenn man sie unter „normalen Umständen“ (ähem) trägt und keinen wahren Extremsituationen aussetzt, wie es Bergsteiger tun würden…

Meine Fleecejacken pflege ich immer in zwei Schritten: Zuerst wasche ich sie mit Tech Wash entsprechend der Waschanleitung – allerdings stets unter Berücksichtigung der Pflegehinweise auf dem Etikett der Jacke. Vielleicht fragen Sie sich, weshalb ich nicht einfach ein normales Haushaltswaschmittel verwende? Nun, hierfür gibt es eine einfache Antwort: Indem ich das von Nikwax empfohlene sanfte Reinigungsmittel benutze, bereite ich das Fleecematerial optimal auf die anschließende Imprägnierung mit Polar Proof vor.

Und es richtig, was sie bei Nikwax sagen: Tech Wash frischt die Bekleidung tatsächlich auf! Und das ist bestimmt auch teilweise der Grund, weshalb sich meine Fleecejacke nach dem Waschen so viel weicher anfühlt, nachdem ich sie dann noch mit Polar Proof imprägniert habe. Wenn ich zum Beispiel mein frisch imprägniertes Fleece mit ähnlichen, allerdings unbehandelten Fleecejacken vergleiche, so fällt sofort auf, dass deren Material viel „flacher“ aussieht. So werden neben dem Imprägniervorgang auch die Fasern wieder aufgerichtet, wodurch sich das Volumen (und somit die Wärmeleistung) des Fleecematerials erhöht und zudem die Atmungsaktivität verbessert wird. Indem zwischen den Fleecefasern mehr warme Luft gespeichert werden kann, fühlen sich die Fleecejacken besonders kuschelig an, wenn man sie als Basisschicht direkt auf der Haut trägt.

Wie viel Flüssigkeit ich jeweils verwende? Ich halte mich hier strikt an die Vorgaben auf der Flasche: 1 volle Verschlusskappe (ca. 50 ml) Polar Proof für 1 Fleecejacke, 2 volle Verschlusskappen (ca. 100 ml) für 2-3 Kleidungsstücke. Man ist versucht zu denken, dass das nicht ausreichend sein könnte, doch das ist es allemal. Und in all den Jahren, die ich Nikwax schon verwende, konnte ich noch keinerlei Rückstände in der Waschmaschine feststellen, auch hat mich die Nikwax-Imprägnierformel noch nie im Stich gelassen!

Übrigens ziehe ich es vor, meine Bekleidung immer draußen an der frischen Luft trocknen zu lassen. Selbstverständlich könnte man die Jacken auch in den Trockner geben… warum aber nicht einfach den umweltfreundlichsten Weg gehen, wann immer es möglich ist? Abgesehen davon trocknet die Wäsche an einem sonnigen Tag ohnehin im Nu!

Und was ist mit den Wasser abweisenden Eigenschaften?

Meine Erfahrung mit Polar Proof hat gleich zwei angenehme Seiten: Wenn ich in meiner imprägnierten Fleecejacke herumspringe, kann ich sicher gehen, dass überschüssige Feuchtigkeit (Schweiß) nicht direkt vom Fleecematerial aufgesaugt wird. Das würde nämlich bedeuten, dass es mir kalt wird und es ungemütlich wird, sobald ich still stehe. Dank der Imprägnierung kann ich jetzt auch im Regen meinem Job nachgehen, ohne sofort eine wasserdichte Jacke anziehen zu müssen. Oh, und dann schaue ich immer gleich ein bisschen mitleidig zu meinen Kollegen herüber, die in ihren Fleecejacken leiden, weil diese sich mit Nässe teilweise so richtig vollgesogen haben!

Verstehen Sie mich nicht falsch: Meine imprägnierten Fleecejacken werden mich niemals so gut vor Nässe schützen wie eine richtige GORE-TEX-Hardshelljacke. Wenn es aber lediglich ein bisschen nieselt oder ich von einem kurzen Regenschauer überrascht werde, reicht meine Fleecejacke jetzt allemal aus. Und eine wasserdichte Jacke für den ultimativen Wettersturz habe ich ohnehin immer im Rucksack mit dabei.

 

 

Giles Babbidge ist kommerzieller und redaktioneller Fotograf & Journalist. Sein Spezialgebiet ist die Outdoorbranche. Auf seiner Webseite erfahren Sie mehr: www.gilesbabbidge.co.uk  – oder schauen Sie doch mal bei Twitter vorbei: @gilesbabbidge.