Interview mit Markus Stitz

Markus Stitz kam 2016 in die Schlagzeilen, als er als erster Mensch auf einem Eingangrad (Singlespeed) um die Welt fuhr. Er legte auf dem Rad insgesamt 34.097 km zurück und durchquerte dabei 26 verschiedene Länder. Er sagt allerdings, dass dies nicht die wichtigsten Zahlen für ihn seien: „Ich denke, die interessanteste Statistik waren die insgesamt 342.000 Höhenmeter, die ich überwunden habe. Das zeigt, wie hart die Strecke war. Das war meine größte Leistung.“ Das entspricht 38 Mal der Höhe des Mount Everest!

Markus fährt seit 2009 ernsthaft Fahrrad. Zuerst mit dem Mountainbike, dann Rennrad, dann wieder Mountainbike. Als er dann nach Schottland gezogen ist, konzentrierte er sich mehr auf die Langstrecken. Er gründete Bikepacking Scotland und qualifizierte sich als MTB-Führer.

Gerade hat er eine 650 km lange Schottlandtour auf etwas andere Art abgeschlossen: „In letzter Zeit fahre ich besonders gern Schotterstrecken. Mein Schwerpunkt ändert sich ständig, aber das ist eine schöne Mischung aus unbefestigten Wegen und dann wieder Straßenstrecken.“

„Ich würde mich selbst nicht als Rennfahrer bezeichnen. Ich mag Langstrecken. Ich nutze meine Fitness dafür, an Orte zu kommen, an denen ich noch nie war.“

Markus, was hat dich dazu gebracht, an der Challenge #DoMoreWithNikwax teilzunehmen?
„Ich finde diese Kampagne sehr interessant und habe zum richtigen Zeitpunkt davon erfahren. Nachdem ich meine Weltumrundung abgeschlossen hatte, habe ich viel Zeit am Schreibtisch verbracht, um Bikepacking Scotland zu entwickeln. Ich habe große Lust darauf, wieder auf‘s Rad zu steigen und längere Strecken zurückzulegen. Ich will Abenteuer erleben!

Außerdem liebe ich Schottland sehr. Deshalb ist eine Challenge, in der es nach Fort William und Ben Nevis geht, ziemlich verlockend! Das inspiriert mich.“

Die Nikwax-Kampagne konzentriert sich auf die Umweltschutzansprüche der Outdoor-Branche. Wie wichtig ist dir das?
„Ein Großteil meiner Arbeit besteht momentan darin, einfach mehr Leute dazu anzuregen, mit dem Fahrrad zu fahren. Ich glaube, dass Großbritannien ein stark vom Auto abhängiges Land ist. Je mehr ich dazu beitragen kann, dass Leute das Auto stehen lassen und auf‘s Rad steigen, umso besser. Ich will Leute dazu inspirieren, verschiedene Transportmittel zu benutzen. Es ist mir sehr wichtig, nicht überall Fußabdrücke zu hinterlassen. Und ich denke, das sollte auch ein Grundsatz für jedes Unternehmen in der Outdoor-Branche sein.“

Du wirst bis zu 15 Stunden pro Tag Radfahren. Wie fit und bereit dafür fühlst du dich?
„Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich mit der Strecke zurecht komme. Momentan bringe ich mein Rad noch auf den neusten Stand. Die Entfernung habe ich in der Vergangenheit schon zurückgelegt. Vor zwei Wochenenden habe ich das Eingangrad genommen und bin an einem Tag 240 km gefahren, obwohl das Rad dafür gar nicht wirklich geeignet ist! Mit dem richtigen Rad – das ich gerade baue – sollte also alles bestens sein. Das wichtigste bei langen Strecken ist die mentale Einstellung. Man muss die richtige Geisteshaltung haben. Ich freue mich darauf, wieder lange Tage im Sattel zu verbringen – es wird eine Herausforderung sein, aber das soll es ja auch.“

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Bei Nikwax geht es darum, die Ausrüstung so zu schützen, dass sie lange hält. Wie pflegst du deine Ausstattung?
„Ich gebe mir große Mühe! Es ist kein Zufall, dass ich gerade meine wasserfesten Sachen mit Nikwax imprägniert habe! Ich habe vor Kurzem einen Ausflug in Schottland gemacht und dafür musste ich wasserfeste Sachen bereithalten! Ich muss mich darauf verlassen können, dass meine Ausstattung ihren Zweck erfüllt. Sie muss über lange Strecken hinweg robust und funktional sein. Die Imprägnierung ist wichtig, wenn man in Schottland lebt – hier regnet es öfter mal! Die Ausrüstung muss funktionieren, da sind keine Fehler erlaubt.“

Worüber möchtest du gern mehr erfahren?
„Nikwax Hydrophobic Down ist sehr interessant für mich. Auf meinem Abenteuer rund um die Welt habe ich einen Daunenschlafsack benutzt, weil Daune ein schön warmes Material und gleichzeitig super leicht ist. Das sind die wichtigsten Kriterien für das Bikepacking. Das einzige Problem dabei war, dass ich sehr darauf Acht geben musste, dass er nicht nass wird! Hydrophobic Down ausprobieren zu können, wird deshalb besonders interessant sein.“

Zu welchen Orten in Schottland fährst du am liebsten?
„Ehrlich gesagt, ist mein Lieblingsort derzeit Glen Feshie in den Cairngorms. Das ist eine interessante Gegend für Bikepacking. Dem Eigentümer des Anwesens ist die Renaturierung sehr wichtig, daher ist die Landschaft faszinierend. Hier liegt einer der schwierigsten Abschnitte, da ich drei Flüsse in hüfthohem Wasser durchqueren musste. Das ist in Fahrradschuhen nicht einfach! Aber die Region ist gleichzeitig ebenso faszinierend wie herausfordernd.

Ein anderer toller Ort ist Sandwood Bay im Nordwesten Schottlands. Es ist eine wunderschöne Bucht mit einem Strand und vielen Stellen, um ein Zelt aufzustellen. Man ist weit von der Straße entfernt, sodass dort nur Leute hinkommen, die es auch wirklich wollen. Es ist der beste Ort für ein Microadventure.“

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Was sind deine Top-Tipps für das Bikepacking?
„Man braucht wasserfeste Ausrüstung, die einen immer warm hält. Der zweite besonders wichtige Faktor für das Bikepacking ist es, Sachen mit dem kleinsten Packmaß zu finden, das es gibt. Das Gewicht ist auch wichtig, aber sobald man eine Packung Kekse in das Gepäck wirft, hat es sich schon erledigt! Also ist die Größe entscheidend. Bikepacking ist ein guter Test für deine Ausrüstung.“

Markus Stitz ist ein leidenschaftlicher Fotograf und Filmemacher und wird diese Reise auf seinen Social-Media-Profilen begleiten. Du kannst ihm auf Facebook, Twitter, Instagram und seinem Youtube-Kanal folgen.

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#DoMoreWithNikwax