Die Top 5 der leckersten, in freier Natur auffindbaren Nahrungsmittel

Wenn Sie annehmen, so etwas wie ein kostenloses Mittagessen gibt es nicht, dann denken Sie bitte noch einmal nach, denn die deutschen Wälder haben viel anzubieten: köstliche Pflanzen, Beeren und Nüsse, die man unbedenklich essen kann, die aber auch einige gesundheitliche Vorteile mit sich bringen.

Wir haben Ihnen hier die fünf besten, wild wachsenden Nahrungsmittel aufgelistet, die sowohl am häufigsten vorkommen als auch nahrhaftesten sind und vor allem bedenkenlos für den Verzehr geeignet sind.

1. Beeren
Beeren finden sich überall, z.B. in Waldstücken oder an Hecken entlang des Weges. Es gibt zahlreiche unterschiedliche Beeren wie Heidelbeeren, Himbeeren, Maulbeeren und Weißdorn. Sie alle schmecken hervorragend, sind vollgepackt mit Vitamin C und können frisch vom Strauch oder Baum genossen oder zu Saft, Marmelade oder Wein verarbeitet und in Kuchen verwendet werden!

Achtung! Manche Beeren sind hochgiftig! Sollten Sie sich nicht sicher sein, um welche Beerenart es sich handelt, dann essen Sie diese lieber nicht!

2. Bärlauch
Bärlauch, oder wilder Knoblauch, ist leicht an seinen dichten grünen Teppichen in den Wäldern zu erkennen, ist meist in der Nähe von Maiglöckchen zu finden und riecht ziemlich stark nach Knoblauch. Die Blätter schmecken allerdings viel milder im Vergleich zu den Knoblauchknollen.

Die hellgrünen, den Blättern von Maiglöckchen stark ähnelnden Bärlauchblätter eignen sich hervorragend für Salate oder gebratenes Gemüse ebenso wie für Suppen und Eintöpfe. Doch auch die weißen Blüten des Bärlauchs mit ihren sechs schmalen Blütenblättern sind relativ mild und ein bisschen „al Dente“ im Geschmack und können roh gegessen werden. Bärlauch zu essen bringt viele gesundheitliche Vorteile mit sich, sie sind gut gegen Bluthochdruck und senken den Cholesterinspiegel. Auch für den Garten eignen sie sich bestens zur Abwehr von Ungeziefer und Pflanzenkrankheiten, während der Saft von Bärlauch zur Desinfektion im Haushalt verwendet werden kann.

Bitte unbedingt beachten: Aufgrund der starken Ähnlichkeit der Bärlauchblätter mit den GIFTIGEN Blättern der Maiglöckchen sollten Sie an den Blättern riechen. Die des Bärlauchs haben den gewohnten Koblauchgeruch.

3. Brennesseln
Viele von uns meiden Brennesseln, da diese beim Pflücken einen schmerzhaften, brennenden Ausschlag auf der Hand hinterlassen. Wenn man allerdings ein Paar dicke Handschuhe anzieht, so bringt das Pflücken von Brennesseln mehr Vor- als Nachteile mit sich. Brennesseln findet man in Gärten und Waldstücken, auf Wiesen und in Obstgärten. Sie sind voller Vitamine und Mineralien und enthalten mehr Vitamin C als Orangen! Das Abkochen der Nesseln nimmt ihnen ihre brennende Eigenschaft, so dass man daraus Tee, Suppe oder sogar Bier herstellen kann. Allerdings sollte man lieber die jungen Blätter im Frühjahr pflücken, da die älteren Blätter die Nieren schädigen können.

4. Nüsse
Nüsse haben viel Eiweiß und sättigen richtig gut. Sie werden im Herbst reif und lassen sich roh oder geröstet genießen. Die häufigste Nussart, die man in den Wäldern findet, ist die Haselnuss. Die Blätter des Haselnussstrauchs sind abgerundet, haben einen Flaum und sind leicht gezackt, während die Nüsse in einer grünen Blatthülle heranwachsen. Die Nüsse sind reif, sobald die Blätter beginnen sich gelb zu färben. Doch gibt es auch andere Nussarten, die hierzulande zu finden sind, z.B. Walnüsse. Nüsse können als Nussbraten, im Brot, Salat oder angebratenen Gemüse verspeist werden und geben im wahrsten Sinne des Wortes einen „nussigen“ Geschmack. Gemahlene Nüsse können zur Ölgewinnung durch ein feines Tuch gepresst werden, lockern anstelle von Mehr den Kuchen auf und eignen sich zum Braten oder verfeinern das Salatdressing.

Achtung! Die meisten hierzulande zu finden Kastanien sind Rosskastanien – bitte diese unter keinen Umständen essen!

5. Holunder
Holunder ist weit verbreitet, vor allem in Hecken, Waldstücken oder entlang der Straßen. Die Büsche tragen meist viele süßlich riechende Blüten gegen Ende Juni während die Beeren zwischen August und Oktober reif werden. Holunderblüten haben einen äußerst vielseitigen Verwendungszweck – die aromatischen Blüten können roh, gekocht, getrocknet bzw. als Pulver verspeist werden oder zu Sirup, Salat, Eis, Kuchen, Plätzchen, Gelee, Konfitüre, Süßigkeiten und Tee verarbeitet werden. Man kann aber auch Holunderchampagner daraus machen! Zudem eignen sich Holunderblüten bestens für die Entwicklung von Kosmetikprodukten wie Körperlotionen und Augencremes. Holunderbeeren können ebenfalls für viele der erwähnten Anwendungsgebiete verwendet werden, doch, aufpassen!, die Blätter und Stengel sind giftig!

Verantwortliches Handeln bei der Suche von Nahrungsmitteln in der Natur

Bevor Sie mit der Suche nach den Köstlichkeiten in der Natur beginnen, finden Sie heraus, ob das Landstück möglicherweise geschützt oder in Privatbesitz ist – bei letzterem sollten Sie unbedingt vorher den Besitzer um Erlaubnis fragen. Bedenken Sie auch, dass die Speisekammer der Natur niemals völlig leergegessen werden sollte, da auch viele Vögel und andere Tiere daraus ihre Nahrung beziehen.

Schlussendlich sollten Sie stets gut aufpassen, wenn Sie Nahrung in freier Natur sammeln, denn es ist einfach genug einen giftigen Pilz im Korb zu haben anstelle eines unschuldigen Champignons! Sollten Sie sich nicht sicher sein, lassen sie ihn lieber stehen bzw. die Beeren an den Sträuchern hängen.